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Wolfgang Dauner ist einer der weltbesten Keyboarder, einer der vielseitigsten, lebendigsten animierendsten Improvisatoren und Grenzüberschreiter.
1935 in Stuttgart geboren, seit Mitte der fünfziger Jahre professioneller Pianist in wechselnden Formationen, dann mit seinem eigenen Trio (Fred Braceful und Eberhard Weber), in welchem er zunächst wie kein anderer Bill Evans ins europäische verlängerte, seine Sprache benutzend, aber darin eigene Geschichten erzählend.
Wolfgang Dauner sprengte musikalisch alle Grenzen, bald schon die zwischen traditioneller Chorus-Improvisation und freier Musik, die zwischen Free Jazz und Rock - aber auch die zwischen Musik und anderen angrenzenden Künsten: sehr früh (1967) schon begann er mit musik-theatralischen Experimenten. Im Grunde ging es ihm immer um die totale Entgrenzung: die zwischen Kunst und Leben überhaupt. In den Zusammenhang gehört seine Beschäftigung mit dem reinen Geräusch, mit dem elektronisch bereitgestellten Grundmaterial. Und Wolfgang Dauner kümmerte sich, folgerichtig, um die Bedingungen seiner Musik, um die Produktion, um die Organisation - er ist das Gegenteil von einem Elfenbeinturm-Eremiten.
Dauner ging immer unters Volk. Seit 1969 leitet er die Radio Jazz Group Stuttgart, er arbeitete für das Fernsehen bei Vorschulprogrammen wie "Maus" und "Päng", wirkte 1974 bei der von Melchior Schedler und ihm entwickelten Fernsehserie "Glotzmusik" des SDR mit (eine Reihe für 9-14jährige, eine wunderbar witzige und poetische Einführung in die Musik, die ihm den Titel eines "Mozarts der Kindermusik" eigetragen hat).
Er hat ein Faible für Filmmusik. Für viele Fernsehproduktionen hat er die Filmmusik geschrieben, die herausragendsten Produktionen waren die Neuvertonung von F. Murnau's "Faust" sowie die Musik zu Eugène Ionesco`s "La Vase" und H. Pinter "Romeo und Julia".
Wolfgang Dauner hat sich jetzt wieder auf den Konzert-Flügel konzentriert.
"Gehaltvoller und zeitgemäßer als Chick Corea" ist er, schreibt die Züricher Zeitung, "perlend, leichthändig sein Vortrag, geschmackvoll gestaltet seine Improvisationen. Bewundernswert auch der musikalische Horizont, die stilistische Interessenvielfalt. Bei ihm gibt es keine Trennung zwischen "E" und "U", zwischen Jazz und europäischer Klavierliteratur, zwischen neuer und alter Welt."
Ein freies Musizieren ohne Scheuklappen. Ob Ravel, ob Gershwin oder Jazzstandards - Dauner verfügt mühelos und technisch - handwerklich genial über die reiche Tradition seines Instrumenmts. Geistvoll variiert er das Ausgangsmaterial, nimmt er die Themen als Ausgangspunkt für fantasievoll ausformulierte Improvisationen. Natürlich ist Dauner auch ein "Romantiker", favorisiert er den Schönklang.
Das kommt auch in seinen eigenen Kompositionen zum Ausdruck. Doch Dauners Klavier wirkt nicht epigonal und anachronistisch, sondern überzeugt durch Individualität und eine stets präsente jazzige Spannung.
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